Nordrhein-Westfalen
Immer noch spukt Nordrhein-Wstfalen in den Köpfen vieler als "Ruhrpott" herum. Doch selbst als die Kohlebergwerke noch nicht stillgelegt waren, standen den hochindustrialisierten Zonen schon weite ländliche Räume gegenüber.
Der gesamte Norden vom Niederrhein bis Ostwestfalen ist ein reines Landwirtschaftsgebiet. Im südlichen Teil des Bundeslandes, können Sie im Sauerland auf einsame Wälder und pittoreske Fachwerkstädtchen treffen. Am bekannten Rothaussteig wurde hier kürzlich der "Kyrill-Pfad" eingeweiht. Der vom Orkan Kyrill geschädigte Wald kann über Trittleitern und Holzstege erkundet werden. In der linksrheinischen Eifel und auf dem Hohen Veen wandern Sie gar über Hochmoore und karge Vulkankuppen.
Im Ruhrgebiet, da wo sich eine Großstadt an die andere reiht, lebt ein Drittel der Einwohner Nordrhein-Westfalens. Trotz Kriegszerstörungen ist das Kulturerbe beträchtlich und so zählt die Unesco das Ruhrgebiet tatsächlich zu den fünf bedeutendsten Kulturlandschaften der Erde.
Das historische Erbe kann sich sehen lassen, angefangen vom Aachener Dom, dessen Bau bereits in der Karolingerzeit begonnen wurde und in dem Karl der Große seit 814 bestattet liegt, über die romanischen Kirchen und den Dom in Köln bis hin zu Westfalens Wasserburgen und den römischen Funden am Rhein und an der Lippe.
Noch bedeutender ist der öffentliche Kunstbesitz, breit gestreut in zahlreichen Museen und Galerien. Berühmt ist das Neanderthal-Museum in Mettmann, ein Erlebnismuseum, dass zur Geschichte der Menschheit am gleichnamigen Fundort des "Neanderthalers" eröffnet wurde.
Nirgendwo in Deutschland gibt es auf einem Raum so viel Museen, Theater, Opern und Hochschulen. Das Zusammenwachsen der Großstädte wurde aufgelockert durch zahlreiche Parks und Grüngürtel.
Langweilig kann es einem bei einem Besuch in Nordrhein-Westfalen gewiß nicht werden.
Fotos: pixelio
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